Textorah

Jesus Sirach 29

1
Ὁ ποιῶν ἔλεος δανειεῖ τῷ πλησιον, καὶ ὁ ἐπισχύων τῇ χειρὶ αὐτοῦ τηρεῖ ἐντολάς.
He that is merciful will lend unto his neighbor; And he that strengtheneth his hand keepeth the commandments.
2
Δάνεισον τῷ πλησίον ἐν καιρῷ χρείας αὐτοῦ, καὶ πάλιν ἀπόδος τῷ πλησίον εἰς τὸν καιρόν.
Lend to thy neighbor in time of his need, And pay thou thy neighbor again in due season.
3
Στερέωσον λόγον, καὶ πιστώθητι μετʼ αὐτοῦ, καὶ ἐν παντὶ καιρῷ εὑρήσεις τὴν χρείαν σου.
Keep thy word, and deal faithfully with him, And thou shalt always find the thing that is necessary for thee.
4
Πολλοὶ ὡς εὕρεμα ἐνόμισαν δάνος, καὶ παρέσχον πόνον τοῖς βοηθήσασιν αὐτοῖς.
Many, when a thing was lent them, reckoned it to be found, And put them to trouble that helped them.
5
Ἕως οὗ λάβῃ, καταφιλήσει χεῖρα αὐτοῦ, καὶ ἐπὶ τῶν χρημάτων τοῦ πλησίον ταπεινώσει φωνήν· καὶ ἐν καιρῷ ἀποδόσεως παρελκύσει χρόνον, καὶ ἀποδώσει λόγους ἀκηδίας, καὶ τὸν καιρὸν αἰτιάσεται.
Till he hath received, he will kiss a man’s hand; And for his neighbor’s money he will speak submissively: But when he should repay, he will prolong the time, And return words of grief, And complain of the time.
6
Ἐὰν ἰσχύσῃ, μόλις κομίσεται τὸ ἥμισυ, καὶ λογιεῖται αὐτὸ ὡς εὕρεμα· εἰ δὲ μὴ, ἀπεστέρησεν αὐτὸν τῶν χρημάτων αὐτοῦ, καὶ ἐκτήσατο αὐτὸν ἐχθρὸν δωρεάν· κατάρας καὶ λοιδορίας ἀποδώσει αὐτῷ, καὶ ἀντὶ δόξης ἀποδώσει αὐτῷ ἀτιμίαν.
If he prevail, he shall hardly receive the half, And he will count as if he had found it: If not, he hath deprived him of his money, And he hath gotten him an enemy without cause: He payeth him with cursings and railings; And for honor he will pay him disgrace.
7
Πολλοὶ χάριν πονηρίας ἀπέστρεψαν, ἀποστερηθῆναι δωρεὰν εὐλαβήθησαν.
Many therefore have refused to lend for other men’s ill dealing, Fearing to be defrauded.
8
Πλὴν ἐπὶ ταπεινῷ μακροθύμησον, καὶ ἐπʼ ἐλεημοσύνην μὴ παρελκύσῃς αὐτόν·
Yet have thou patience with a man in poor estate, And delay not to show him mercy.
9
Χάριν ἐντολῆς ἀντιλαβοῦ πένητος, καὶ κατὰ τὴν ἔνδειαν αὐτοῦ μὴ ἀποστρέψῃς αὐτὸν κενόν.
Help the poor for the commandment’s sake, And turn him not away because of his poverty.
10
Ἀπόλεσον ἀργύριον διʼ ἀδελφὸν καὶ φίλον, καὶ μὴ ἰωθήτω ὑπὸ τὸν λίθον εἰς ἀπώλειαν.
Lose thy money for thy brother and thy friend, And let it not rust under a stone to be lost.
11
Θὲς τὸν θησαυρόν σου κατʼ ἐντολὰς ὑψίστου, καὶ λυσιτελήσει σοι μᾶλλον ἢ τὸ χρυσίον.
Lay up thy treasure according to the commandments of the most High, And it shall bring thee more profit than gold.
12
Σύγκλεισον ἐλεημοσύνην ἐν τοῖς ταμείοις σου, καὶ αὕτη ἐξελεῖταί σε ἐκ πάσης κακώσεως.
Shut up alms in thy storehouses: And it shall deliver thee from all affliction.
13
Ὑπὲρ ἀσπίδα κράτους, καὶ ὑπὲρ δόρυ ἀλκῆς κατέναντι ἐχθροῦ πολεμήσει ὑπὲρ σοῦ.
It shall fight for thee against thine enemies Better than a mighty shield and strong spear.
14
Ἀνὴρ ἀγαθὸς ἐγγυήσεται τὸν πλησίον, καὶ ὁ ἀπολωλεκὼς αἰσχύνην καταλείψει αὐτόν.
An honest man is surety for his neighbor: But he that is impudent will forsake him.
15
Χάριτας ἐγγύου μὴ ἐπιλάθῃ, ἔδωκε γὰρ τὴν ψυχὴν αὐτοῦ ὑπὲρ σοῦ.
Forget not the friendship of thy surety, For he hath given his life for thee.
16
Ἀγαθὰ ἐγγύου ἀνατρέψει ἁμαρτωλὸς,
A sinner will overthrow the good estate of his surety:
17
καὶ ἀχάριστος ἐν διανοίᾳ ἐγκαταλείψει ῥυσάμενον.
And he that is of an unthankful mind will leave him [in danger] that delivered him.
18
Ἐγγύη πολλοὺς ἀπώλεσε κατευθύνοντας, καὶ ἐσάλευσεν αὐτοὺς ὡς κῦμα θαλάσσης· ἄνδρας δυνατοὺς ἀπῴκισε, καὶ ἐπλανήθησαν ἐν ἔθνεσιν ἀλλοτρίοις.
Suretyship hath undone many of good estate, And shaken them as a wave of the sea: Mighty men hath it driven from their houses, So that they wandered among strange nations.
19
Ἁμαρτωλὸς ἐμπεσὼν εἰς ἐγγύην, καὶ διώκων ἐργολαβείας ἐμπεσεῖται εἰς κρίσεις.
A wicked man transgressing the commandments of the Lord shall fall into suretyship: And he that undertaketh and followeth other men’s business for gain shall fall into suits.
20
Ἀντιλαβοῦ τοῦ πλησίον κατὰ δύναμίν σου, καὶ πρόσεχε σεαυτῷ μὴ ἐμπέσῃς.
Help thy neighbor according to thy power, And beware that thou thyself fall not into the same.
21
Ἀρχὴ ζωῆς ὕδωρ, καὶ ἄρτος, καὶ ἱμάτιον, καὶ οἶκος καλύπτων ἀσχημοσύνην.
The chief thing for life is water, and bread, And clothing, and a house to cover shame.
22
Κρείσσων βίος πτωχοῦ ὑπὸ σκέπην δοκῶν, ἢ ἐδέσματα λαμπρὰ ἐν ἀλλοτρίοις.
Better is the life of a poor man in a mean cottage, Than delicate fare in another man’s house.
23
Ἐπὶ μικρῷ καὶ μεγάλῳ εὐδοκίαν ἔχε.
Be it little or much, hold thee contented,
24
Ζωὴ πονηρὰ ἐξ οἰκίας εἰς οἰκίαν, καὶ οὗ παροικήσει, οὐκ ἀνοίξει στόμα.
For it is a miserable life to go from house to house: For where thou art a stranger, thou darest not open thy mouth.
25
Ξενιεῖς καὶ ποτιεῖς εἰς ἀχάριστα, καὶ πρὸς ἐπὶ τούτοις πικρὰ ἀκούσῃ·
Thou shalt entertain, and feast, and have no thanks: Moreover thou shalt hear bitter words:
26
πάρελθε πάροικε, κόσμησον τράπεζαν, καὶ εἴτι ἐν τῇ χειρί σου ψώμισόν με·
Come, thou stranger, and furnish a table, And feed me of that thou hast ready.
27
ἔξελθε πάροικε ἀπὸ προσώπου δόξης, ἐπεξένωταί μοι ὁ ἀδελφὸς, χρεία τῆς οἰκίας.
Give place, thou stranger, to an honorable man; My brother cometh to be lodged, and I have need of my house.
28
Βαρέα ταῦτα ἀνθρώπῳ ἔχοντι φρόνησιν, ἐπιτίμησις οἰκίας καὶ ὀνειδισμὸς δανειστοῦ. ΠΕΡΙ ΤΕΚΝΩΝ.
These things are grievous to a man of understanding; The upbraiding of houseroom, and reproaching of the lender.

So funktioniert es

Ein Parallelleser für die Hebräische Bibel und ihre ältesten Textzeugen: den masoretischen Text, den Samaritanischen Pentateuch, die Schriftrollen vom Toten Meer und die Septuaginta, jeweils mit englischer Übersetzung, wo es eine gibt.

Ein Kapitel lesen

Wählen Sie oben Buch und Kapitel, oder geben Sie eine Stelle in Gehe zu ein (Jesaja 53:11, 1. Samuel 3, ebenso englische Abkürzungen: Isa 53:11, 1 Sam 3, ii kgs 2, ben sira 51). Buchnamen können abgekürzt werden; ein Name, den mehrere nummerierte Bücher teilen (sam, kings, chr, macc), öffnet das erste davon, wenn Sie keine Nummer angeben. Die Pfeiltasten wechseln zwischen Kapiteln, und die Adresszeile enthält einen Link auf den angeklickten Vers, sodass Sie eine Stelle speichern oder teilen können.

Jede Zeile ist ein Vers. Die Zeilen folgen der masoretischen Verszählung, sodass die Spalten des Hebräischen, der JPS und des Samaritanus genau übereinstimmen. Die Septuaginta ist an vielen Stellen anders gezählt (Psalmen, Jeremia, Exodus 35–40, Teile der Königebücher, Sprüche, Daniel und Dutzende Kapitelgrenzen). Ihre Verse stehen neben ihren masoretischen Entsprechungen, und eine kleine Markierung wie 50:3 zeigt die eigene Nummer der Septuaginta, wo sie abweicht. Griechische Verse ohne masoretische Entsprechung (etwa das Gebet Asarjas in Daniel 3) erscheinen in Lesereihenfolge als eigene Zeilen mit der Markierung LXX.

Spalten

Die Schaltflächen oben blenden Spalten ein und aus. Ziehen Sie eine Schaltfläche (oder eine Spaltenüberschrift), um umzuordnen; ist eine Schaltfläche ausgewählt, verschieben die Tasten ← → sie. Ihre Auswahl wird gespeichert. Die samaritanischen Spalten erscheinen nur in Genesis–Deuteronomium; die Rollenspalte erscheint überall, wo eine Handschrift erhalten ist, auch bei Ben Sira. Mit † markierte Spalten sind nur für nichtkommerzielle Nutzung lizenziert.

Wörter: Lexikon und Konkordanz

Fahren Sie mit der Maus über ein hebräisches Wort (masoretisch, samaritanisch oder aus den Rollen) oder ein griechisches Wort, um Wörterbuchform, Strong-Nummer, eine kurze Glosse und die Grammatik zu sehen. Ein Klick auf das Wort öffnet rechts die Konkordanz: den vollständigen Lexikoneintrag und danach jedes Vorkommen, nach Büchern geordnet — beim Hebräischen getrennt für den masoretischen Text, den Samaritanischen Pentateuch und die Rollen (mit Angabe der Handschrift). Ein Klick auf eine Stelle führt dorthin; alle Formen des Wortes im Kapitel werden hervorgehoben. Sie können auch oben in Lexikon ein Wort oder eine Strong-Nummer eingeben.

Im masoretischen Text steht ein Ketiv (die geschriebene, unpunktierte Form) grau unmittelbar vor seinem Qere (der gelesenen Form); beide tragen den Wörterbucheintrag des Qere.

Varianten

Der Samaritanische Pentateuch und jede Rolle werden Wort für Wort mit dem masoretischen Text desselben Verses verglichen:

In den Rollen sind Buchstaben in Klammern die Rekonstruktion eines modernen Herausgebers und zählen nie als Varianten; Buchstaben mit einem Punkt darüber sind unsicher; ◦ ist die Spur eines unleserlichen Buchstabens. Handschriften in althebräischer Schrift und Gottesnamen, die Rollen in Quadratschrift althebräisch schreiben, werden in althebräischen Buchstaben gezeigt (umschaltbar unter Anzeige). Mit der Maus über eine Handschrift fahren zeigt ihre Ausgabe. Anzeige → Schriftrollen vom Toten Meer kann die Handschriften ausblenden, die mit dem masoretischen Text übereinstimmen, oder die Ergänzungen entfernen und nur das Erhaltene zeigen.

Der Vergleich ist automatisch. Er ordnet Wörter nach ihrer Schreibung zu, daher können eine Umstellung oder ein längerer umformulierter Abschnitt unvollkommen markiert sein, und die Schreibregel kann ein Suffix nicht von einer Lesemutter unterscheiden. Verstehen Sie die Farben als Findhilfe und prüfen Sie eine kritische Ausgabe, bevor Sie ein Argument auf eine Lesart bauen.

Bücher außerhalb der Hebräischen Bibel

Neben den nur in der Septuaginta enthaltenen Büchern enthält die Bücherliste 1. Henoch und die Jubiläen („Andere antike Bücher“), in der englischen Übersetzung von R. H. Charles mit den Abschriften aus Qumran daneben, und die Psalmen haben ein Kapitel 151. Ihre Rollenabschriften — wie die von Tobit und Ben Sira — haben in den Daten keine Versnummern: Jedes Fragment ist nach seiner veröffentlichten Identifikation platziert, und seine Zeilen sind über diese Verse verteilt, daher sind die genauen Versgrenzen nur ungefähr. Aramäische Abschriften (Tobit 4Q196–199 und der ganze Henoch) sind mit „Aramäisch“ markiert und haben keine Wortsuche.

Rabbinische Zitate

Das kleine ❝ unter einer Versnummer öffnet die Stellen der rabbinischen Literatur, die diesen Vers zitieren — Mischna, Tosefta, beide Talmudim, Midrasch, Targum und Kabbala (und, wenn Sie das Kästchen anhaken, spätere Halacha, Liturgie und Denken) —, live abgerufen von Sefaria; dafür ist eine Internetverbindung nötig. Jede Stelle steht mit dem Datum, das Sefaria für das Werk angibt, und einem Link, um sie dort zu lesen. Die Verweise von Sefaria umfassen neben Zitaten auch Anspielungen und Erörterungen; was Sefaria als Zitat einstuft, ist markiert. Das funktioniert für die Hebräische Bibel, Ben Sira (nach Kahanas Zählung, etwa die Talmudzitate aus Ben Sira), Tobit und die Jubiläen. Für 1. Henoch, den die Rabbinen nicht zitieren, werden stattdessen die Stellen des Sohar über ein „Buch Henoch“ aufgeführt.

Wie die Septuaginta zugeordnet wird

Jeder griechische Vers wird aus drei Dingen platziert: der üblichen Tabelle der Verszuordnungen zwischen Septuaginta und masoretischem Text (lxx.vrs von SIL), der Tabelle der Unterschiede zwischen masoretischer und englischer Zählung und einem Vergleich des Englischen von Brentons Septuaginta mit dem Englischen der JPS, der jede Paarung bestätigt und verschobene Verse findet. Wo kein masoretischer Vers ähnlich genug ist, steht der griechische Vers in einer eigenen Zeile.

Die griechischen Wortdaten

Für Brentons Griechisch gibt es keine frei lizenzierte Wort-für-Wort-Analyse; daher wird jedes griechische Wort der häufigsten Analyse derselben Form in der frei lizenzierten Septuaginta von Swete (Morpheus-Parser) zugeordnet und dann einem Lexikoneintrag. Rund 95 % der Wörter werden erkannt. Analysen mehrdeutiger Formen (z. B. αὐτοῦ, τοῦ) können falsch sein; die Karte zeigt zur Erinnerung „automatische Analyse“.

Über die Texte

Was jede Spalte ist, woher sie stammt und was man beim Lesen beachten sollte.

Masoretischer Text — Codex Leningradensis (Westminster-Ausgabe)

Der masoretische Text ist die Hebräische Bibel, wie sie die Masoreten überliefert haben, gelehrte Schreiber, die etwa vom 7. bis zum 10. Jahrhundert in Tiberias und anderswo wirkten und Vokalzeichen, Akzente und Randnoten (die Masora) um einen Konsonantentext festlegten, der schon im 1.–2. Jahrhundert n. Chr. im Wesentlichen feststand. Der Codex Leningradensis (St. Petersburg, Firkovich I B 19 A), 1008/1009 in der Tradition Ben Aschers geschrieben, ist die älteste vollständige Handschrift der Hebräischen Bibel; der etwas ältere Aleppo-Codex verlor 1947 den größten Teil der Tora. Er ist die Grundlage der kritischen Standardausgaben (BHK, BHS, BHQ).

Der Westminster Leningrad Codex ist seine gemeinfreie digitale Transkription, gepflegt vom J. Alan Groves Center am Westminster Theological Seminary. In dieser Ausgabe steht ein Ketiv als eigenes, unpunktiertes Wort vor dem punktierten Qere.

JPS 1917 — The Holy Scriptures according to the Masoretic Text

Die erste englische Bibelübersetzung, die ein Komitee jüdischer Gelehrter für die Jewish Publication Society of America erarbeitete, unter Max L. Margolis als Chefherausgeber, erschienen 1917. Ihre Sprache folgt bewusst dem Klang der King James und der Revised Version, ihre Wiedergaben aber folgen dem masoretischen Text und der jüdischen Auslegungstradition, und sie behält die hebräische Kapitel- und Verszählung bei. Sie ist gemeinfrei; ihre Nachfolgerin, die New JPS (Tanakh, 1985), ist es nicht. Die hier verwendete elektronische Ausgabe schreibt die Gottesnamen „HaShem“ und „G-d“.

Septuaginta — Brentons griechischer Text und das aktualisierte Englisch nach Brenton

Die Septuaginta ist die jüdische Übersetzung der hebräischen Schriften ins Griechische. Die Tora wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria übersetzt (der Aristeasbrief erzählt die Legende der 72 Übersetzer unter Ptolemaios II.); die übrigen Bücher folgten in den nächsten zwei Jahrhunderten. Da sie aus hebräischen Handschriften entstand, die älter sind als der masoretische Text, bewahrt sie oft einen anderen hebräischen Text: Jeremia ist etwa ein Siebtel kürzer und anders geordnet (ein kurzer hebräischer Text dieser Art ist in Qumran in 4QJerb,d erhalten), Hiob ist etwa ein Sechstel kürzer, und Ester und Daniel haben lange Zusätze. Sie war die Bibel Philons, des Josephus und der Autoren des Neuen Testaments und wurde zum Alten Testament der griechischen Kirche, was jüdische Übersetzer (Aquila, Symmachos, Theodotion) zu enger am Hebräischen orientierten Bearbeitungen veranlasste.

Sir Lancelot C. L. Brenton veröffentlichte 1844 eine englische Übersetzung und 1851 eine griechisch-englische Ausgabe. Sein Griechisch ist im Wesentlichen die Sixtina (römische Ausgabe) von 1587, die dem Codex Vaticanus aus dem 4. Jahrhundert folgt. Sie ist älter und weniger kritisch als die modernen Ausgaben von Rahlfs (1935) und Göttingen, die urheberrechtlich geschützt sind. Die englische Spalte ist der aktualisierte Brenton (Adam Boyd, 2020), Brentons Übersetzung mit modernisierter Schreibung und Formulierung, gemeinfrei gestellt.

Samaritanischer Pentateuch †

Die Tora, wie sie die samaritanische Gemeinde am Berg Garizim (Nablus) bewahrt hat, geschrieben in samaritanischer Schrift, einer Nachfahrin des althebräischen Alphabets. Sie weicht an etwa 6000 Stellen vom masoretischen Text ab, meist in Schreibung oder Grammatik; an etwa 1900 davon stimmt sie mit der Septuaginta überein. Einige Lesarten sind eigentümlich samaritanisch, vor allem das nach den Zehn Geboten eingefügte Gebot, auf dem Garizim einen Altar zu bauen (Ex 20,17; Dtn 5,21), und „Garizim“ statt „Ebal“ in Dtn 27,4. Viele andere — harmonisierende Erweiterungen, die eine Stelle in ihre Parallele übernehmen — teilen „prä-samaritanische“ Handschriften aus Qumran wie 4QpaleoExodm und 4QNumb; das zeigt, dass dieser Texttyp älter ist als das samaritanische Schisma.

Europäische Gelehrte erfuhren 1616 davon, als Pietro della Valle eine Handschrift aus Damaskus mitbrachte; er wurde in den Polyglotten von Paris (1645) und London (1657) gedruckt, von Benjamin Kennicott (1776–80) kollationiert und von August von Gall (1914–18) kritisch herausgegeben. Das Hebräische ist hier der digitale Text von Aleksandr Sigalov, nach Kennicott und mit von Gall abgeglichen; das Englische ist Sigalovs Anpassung der King James an die samaritanischen Lesarten. Zur modernen Forschung siehe Abraham Tals Ausgabe der Handschrift Sichem 6 und Stefan Schorchs kritische editio maior.

Schriftrollen vom Toten Meer und andere Handschriften aus der Judäischen Wüste †

Zwischen 1947 und 1956 wurden in elf Höhlen bei Chirbet Qumran die Reste von etwa 950 Handschriften gefunden. Rund 230 sind biblisch — jedes Buch der Hebräischen Bibel außer Ester ist vertreten, von winzigen Fragmenten bis zur vollständigen Großen Jesajarolle (1QIsaa) — aus der Zeit von etwa 250 v. Chr. bis 68 n. Chr. Sie sind tausend Jahre älter als der Codex Leningradensis. Die meisten stehen dem Vorfahren des masoretischen Textes nahe („protomasoretisch“), andere stimmen mit der Septuaginta überein (4QJerb, stellenweise 4QSama), mit dem samaritanischen Texttyp oder mit keinem von beiden — ein Beleg dafür, dass mehrere Formen des Textes nebeneinander umliefen, bevor sich der masoretische durchsetzte.

Handschriften anderer Fundorte ergänzen das Bild: Masada (vor seinem Fall 73/74 n. Chr.; ausgegraben von Yigael Yadin, 1963–65) und die Zufluchtsorte des Bar-Kochba-Aufstands im Wadi Murabba'at und im Nachal Chever (132–135 n. Chr.), deren biblische Texte bereits nahezu identisch mit dem masoretischen Text sind, sowie Nachal Ze'elim, Wadi Sdeir und Nachal Arugot. Die offizielle Veröffentlichung ist die Reihe Discoveries in the Judaean Desert (Oxford, 1955–2010).

Die Transkriptionen stammen von Martin G. Abegg Jr., James E. Bowley und Edward M. Cook, umgesetzt vom Eep Talstra Centre for Bible and Computer (ETCBC). Jede Handschrift trägt ihr Sigel (z. B. 4QIsad), ihre DJD-Nummer, ihren Fundort sowie Kolumne oder Fragment und Zeile. Neben den biblischen Handschriften erscheinen die Abschriften von Ben Sira, Tobit, 1. Henoch, den Jubiläen und Psalm 151 bei diesen Büchern. Nicht jede Handschrift ist im Datenbestand — vor allem fehlen die griechischen Rollen (etwa die griechische Zwölfprophetenrolle aus dem Nachal Chever), und die Ben-Sira-Rolle aus Masada ist gesondert hinzugefügt (siehe Ben Sira).

Ben Sira (Jesus Sirach)

Die Weisheit des Jeschua ben Elasar ben Sira, um 190–180 v. Chr. in Jerusalem auf Hebräisch verfasst und nach 132 v. Chr. von seinem Enkel in Ägypten ins Griechische übersetzt (sein Prolog erklärt, wie schwer es ist, Hebräisch ins Griechische zu übertragen). Das Buch gehört zur Septuaginta und zum katholischen und orthodoxen Kanon (lateinisch Ecclesiasticus), nicht aber zum jüdischen, obwohl Talmud und Midrasch es zitieren. Sein hebräischer Text war dem Westen bis 1896 verloren, als Solomon Schechter, Agnes Lewis und Margaret Gibson mittelalterliche Abschriften in der Kairoer Geniza identifizierten; danach kamen antike hebräische Abschriften in Qumran und Masada zutage.

Heute sind etwa zwei Drittel des Hebräischen bekannt, aus sechs mittelalterlichen Geniza-Handschriften (A–F, 10.–12. Jh.) und drei antiken: 2QSir (2Q18; Sir 6,14–15, 20–32), das Akrostichon Sir 51,13–20, 30 in der Psalmenrolle 11QPsa (Kolumnen 21–22) und die Masada-Rolle (Mas1h), 1964 von Yigael Yadin in einem Raum der Kasemattenmauer der Festung gefunden und 1965 veröffentlicht: sieben Kolumnen mit Sir 39,27–44,17, Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. abgeschrieben, kaum mehr als ein Jahrhundert nach dem Verfasser. Ihre Übereinstimmung mit der Geniza-Handschrift B zeigte, dass die mittelalterlichen Abschriften vom antiken Hebräisch abstammen und nicht von einer Rückübersetzung aus dem Griechischen oder Syrischen.

Hier erscheint das Buch in Brentons Griechisch und Englisch. Die hebräische Spalte ist Kahanas Ausgabe, wie sie im hebräischen Wikisource transkribiert und von Sefaria verbreitet wird (CC BY-SA): ein fortlaufender Text auf Grundlage der Geniza-Handschriften, in dem Wörter in [Klammern] Kahanas Ergänzungen sind; Kapitel ohne erhaltenes Hebräisch bleiben leer. Kahana zählt die Verse nach der hebräischen Reihenfolge — im Griechischen sind zwei Blöcke der Kapitel 30–36 vertauscht —, daher wurden seine Verse für diese Website nach dem Inhalt Brentons Versen zugeordnet, und seine eigene Nummer erscheint als „Hebr.“, wo sie abweicht. Die Rollenspalte enthält die drei antiken Zeugen; der Masada-Text ist Eric Reymonds Transkription von bensira.org. Ihre Platzierung wurde für diese Website durch Textabgleich vorgenommen; es gibt keinen masoretischen Text zum Vergleich, daher werden keine Varianten markiert.

Psalm 151

Der Psalter der Septuaginta endet mit einem kurzen Psalm „außerhalb der Zählung“, in dem David sich an das Hüten der Schafe seines Vaters, an seine Salbung und an seinen Sieg über Goliat erinnert. Er gehört zur griechischen, syrischen und äthiopischen Bibel, nicht aber zur hebräischen, und galt lange als griechisch verfasst — bis sich zeigte, dass die Psalmenrolle aus Höhle 11 von Qumran (11QPsa, 1965 von James Sanders veröffentlicht) in ihrer 28. Kolumne ein längeres hebräisches Original enthält, in zwei Gedichten (151A über Davids Musik und Salbung, 151B, abgebrochen, über Goliat). Das Griechische ist eine gekürzte Übersetzung davon. Der Psalm erscheint als Kapitel 151 der Psalmen, die Zeilen der Rolle unter den griechischen Versen, denen sie entsprechen.

Tobit

Eine jüdische Novelle der östlichen Diaspora (wahrscheinlich 3.–2. Jh. v. Chr.): Der fromme Verbannte Tobit, in Ninive erblindet, schickt seinen Sohn Tobias nach Medien, um Geld zurückzuholen, geführt vom verkleideten Engel Rafael; unterwegs heiratet Tobias Sara und vertreibt den Dämon Aschmodai. Das Buch steht in der Septuaginta und im katholischen und orthodoxen Kanon. Es ist in zwei griechischen Fassungen erhalten — einer kürzeren (Codex Vaticanus und Alexandrinus, von Brenton gedruckt) und einer längeren (Codex Sinaiticus) —, und die Abschriften aus Qumran, vier aramäische (4Q196–199) und eine hebräische (4Q200), 1995 von Joseph Fitzmyer veröffentlicht, stehen auf der Seite der Langfassung, die heute meist als ursprungsnäher gilt. Ihre Versplatzierung folgt hier Fitzmyers Identifikationen.

1. Henoch

Eine Sammlung von fünf Werken, die Henoch zugeschrieben werden, dem Siebten nach Adam, der „mit Gott wandelte“ (Gen 5,24): das Wächterbuch (Kap. 1–36, 3. Jh. v. Chr.) über die Engel, die zu den Menschentöchtern herabstiegen; die Bilderreden (37–71); das Astronomische Buch (72–82); die Traumvisionen (83–90) mit der „Tierapokalypse“ über die Geschichte Israels; und die Epistel Henochs (91–108). Er wird im Judasbrief (1,14–15) zitiert und ist kanonisch in der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, deren Ge'ez-Fassung der einzige vollständige Text ist; griechisch ist etwa ein Drittel erhalten. Józef Milik veröffentlichte 1976 die aramäischen Fragmente aus Höhle 4 von Qumran: elf Abschriften, die jeden Teil außer den Bilderreden abdecken, die älteste um 200 v. Chr. Das Englische ist R. H. Charles' Übersetzung aus dem Äthiopischen von 1917 (gemeinfrei). Die astronomischen Rollen (4Q208–211) enthalten einen viel längeren Kalender als das Äthiopische; nur ihre wenigen Passagen, die den Kapiteln 76–82 entsprechen, sind platziert.

Jubiläen

Eine Nacherzählung von Genesis und Exodus 1–14, Mose am Sinai von einem „Engel des Angesichts“ offenbart, datiert nach einem Kalender von Jubiläen zu 49 Jahren und einem Sonnenjahr von 364 Tagen (Mitte des 2. Jh. v. Chr.). Wie 1. Henoch ist das Buch nur in der äthiopischen Kirche kanonisch, deren Ge'ez-Fassung der einzige vollständige Text ist; Teile sind lateinisch, syrisch und in griechischen Zitaten erhalten. In Qumran wurden Fragmente von etwa fünfzehn hebräischen Abschriften gefunden, mehr als von den meisten biblischen Büchern; sie sind in DJD 13 (VanderKam und Milik, 1994) und DJD 23 veröffentlicht. Das Englische ist R. H. Charles' Übersetzung von 1917 (gemeinfrei).

Lexikon- und Konkordanzdaten

Die hebräischen Wörter tragen die Analyse des Translators Amalgamated Hebrew OT von STEPBible (Tyndale House, Cambridge): erweiterte Strong-Nummern — James Strongs Zählung von 1890, unterteilt nach dem Lexikon von Brown–Driver–Briggs (1906) — mit Morphologie des ETCBC und einem gekürzten BDB für die Definitionen. Samaritanische Wörter und Wörter der Rollen übernehmen die Analyse des entsprechenden masoretischen Wortes oder, wo sie abweichen, derselben Schreibform an anderer Stelle im masoretischen Text. Die griechischen Wörter werden über die Septuaginta von Swete und den Morpheus-Parser dem griechischen Lexikon von STEPBible zugeordnet, das auf Abbott-Smith (1922) und Liddell–Scott–Jones beruht.

† Nur für nichtkommerzielle Nutzung lizenziert. Vollständige Quellen und Lizenzen: Quellen und Lizenzen.