Textorah

Jesus Sirach 22

1
Λίθῳ ἠρδαλωμένῳ συνεβλήθη ὀκνηρὸς, καὶ πᾶς ἐκσυριεῖ ἐπὶ τῇ ἀτιμίᾳ αὐτοῦ.
A slothful man is compared to a filthy stone, And everyone will hiss him out to his disgrace.
2
Βολβίτῳ κοπρίων συνεβλήθη ὀκνηρὸς, πᾶς ὁ ἀναιρούμενος αὐτὸν ἐκτινάξει χεῖρα.
A slothful man is compared to the filth of a dunghill: Every man that takes it up will shake his hand.
3
Αἰσχύνη πατρὸς ἐν γεννήσει ἀπαιδεύτου, θυγάτηρ δὲ ἐπʼ ἐλαττώσει γίνεται.
An evil-nurtured son is the dishonor of his father that begot him: And a [foolish] daughter is born to his loss.
4
Θυγάτηρ φρονίμη κληρονομήσει ἄνδρα αὐτῆς, καὶ ἡ καταισχύνουσα, εἰς λύπην γεννήσαντος.
A wise daughter shall bring an inheritance to her husband: But she that liveth dishonestly is her father’s heaviness.
5
Πατέρα καὶ ἄνδρα καταισχύνει ἡ θρασεῖα, καὶ ὑπὸ ἀμφοτέρων ἀμιμασθήσεται.
She that is bold dishonoreth both her father and her husband, And they both shall despise her.
6
Μουσικὰ ἐν πένθει ἄκαιρος διήγησις, μάστιγες καὶ παιδεία ἐν παντὶ καιρῷ σοφίας.
A tale out of season [is as] music in mourning: But stripes and correction of wisdom are never out of time.
9
Συγκολλῶν ὄστρακον ὁ διδάσκων μωρὸν, ἐξεγείρων καθεύδοντα ἐκ βαθέως ὕπνου.
Whoso teacheth a fool is as one that glueth a potsherd together, And as he that waketh one from a sound sleep.
10
Διηγούμενος νυστάζοντι ὁ διηγούμενος μωρῷ, καὶ ἐπὶ συντελείᾳ ἐρεῖ, τί ἐστιν;
He that telleth a tale to a fool speaketh to one in a slumber: When he hath told his tale, he will say, What is the matter?
11
Ἐπὶ νεκρῷ κλαῦσον, ἐξέλιπε γὰρ φῶς· καὶ ἐπὶ μωρῷ κλαῦσον, ἐξέλιπε γὰρ σύνεσις· ἥδιον κλαῦσον ἐπὶ νεκρῷ, ὅτι ἀνεπαύσατο, τοῦ δὲ μωροῦ ὑπὲρ θάνατον ἡ ζωὴ πονηρά.
Weep for the dead, for he hath lost the light: And weep for the fool, for he wanteth understanding: Make little weeping for the dead, for he is at rest: But the life of the fool is worse than death.
12
Πένθος νεκροῦ ἑπτὰ ἡμέραι, μωροῦ δὲ καὶ ἀσεβοῦς πᾶσαι αἱ ἡμέραι τῆς ζωῆς αὐτοῦ.
Seven days do men mourn for him that is dead; But for a fool and an ungodly man all the days of his life.
13
Μετὰ ἄφρονος μὴ πληθύνῃς λόγον, καὶ πρὸς ἀσύνετον μὴ πορεύου· φύλαξον ἀπʼ αὐτοῦ ἵνα μὴ κόπον ἔχῃς, καὶ οὐ μὴ μολυνθῇς ἐν τῷ ἐντιναγμῷ αὐτοῦ· ἔκκλινον ἀπʼ αὐτοῦ καὶ εὑρήσεις ἀνάπαυσιν, καὶ οὐ μὴ ἀκηδιάσῃς ἐν τῇ ἀπονοίᾳ αὐτοῦ.
Talk not much with a fool, And go not to him that hath no understanding: Beware of him, lest thou have trouble, And thou shalt never be defiled with his fooleries: Depart from him, and thou shalt find rest, And never be disquieted with madness.
14
Ὑπὲρ μόλυβδον τί βαρυνθήσεται; καὶ τί αὐτῷ ὄνομα, ἀλλʼ ἢ μωρός;
What is heavier than lead? And what is the name thereof, but a fool?
15
Ἄμμον καὶ ἅλα καὶ βῶλον σιδήρου εὔκοπον ὑπενεγκεῖν, ἢ ἄνθρωπον ἀσύνετον.
Sand, and salt, and a mass of iron, are easier to bear, Than a man without understanding.
16
Ἱμάντωσις ξυλίνη ἐνδεδεμένη εἰς οἰκοδομὴν ἐν συσσεισμῷ οὐ διαλυθήσεται, οὕτως καρδία ἐστηριγμένη ἐπὶ διανοήματος βουλῆς ἐν καιρῷ οὐ δειλιάσει.
As timber girded and bound together in a building cannot be loosed with shaking: So the heart that is established by advised counsel shall fear at no time.
17
Καρδία ἡδρασμένη ἐπὶ διανοίας συνέσεως, ὡς κόσμος ψαμμωτὸς τοίχου ξυστοῦ.
A heart settled upon a thought of understanding Is as a fair plastering on the wall of a gallery.
18
Χάρακες ἐπὶ μετεώρου κείμενοι κατέναντι ἀνέμου οὐ μὴ ὑπομείνωσιν, οὕτως καρδία δειλὴ ἐπὶ διανοήματος μωροῦ κατέναντι παντὸς φόβου οὐ μὴ ὑπομείνῃ.
Pales set on a high place will never stand against the wind: So a fearful heart in the imagination of a fool cannot stand against any fear.
19
Ὁ νύσσων ὀφθαλμὸν κατάξει δάκρυα, καὶ ὁ νύσσων καρδίαν ἐκφαίνει αἴσθησιν.
He that pricketh the eye will make tears to fall: And he that pricketh the heart maketh it to show her knowledge.
20
Βάλλων λίθον ἐπὶ πετεινὰ ἀποσοβεῖ αὐτὰ, καὶ ὁ ὀνειδίζων φίλον διαλύσει φιλίαν.
Whoso casteth a stone at the birds frayeth them away: And he that upbraideth his friend breaketh friendship.
21
Ἐπὶ φίλον ἐὰν σπάσῃς ῥομφαίαν, μὴ ἀπελπίσῃς, ἔστι γὰρ ἐπάνοδος.
Though thou drewest a sword at thy friend, yet despair not: For there may be a returning [to favor].
22
Ἐπὶ φίλον ἐὰν ἀνοίξῃς στόμα, μὴ εὐλαβηθῇς, ἔστι γὰρ διαλλαγή· πλὴν ὀνειδισμοῦ, καὶ ὑπερηφανίας, καὶ μυστηρίου ἀποκαλύψεως, καὶ πληγῆς δολίας, ἐν τούτοις ἀποφεύξεται πᾶς φίλος.
If thou hast opened thy mouth against thy friend, fear not; For there may be a reconciliation: Except for upbraiding, or pride, or disclosing of secrets, or a treacherous wound: For for these things every friend will depart.
23
Πίστιν κτῆσαι ἐν πτωχείᾳ μετὰ τοῦ πλησίον, ἵνα ἐν τοῖς ἀγαθοῖς αὐτοῦ ὁμοῦ πλησθῇς· ἐν καιρῷ θλίψεως διάμενε αὐτῷ, ἵνα ἐν τῇ κληρονομίᾳ αὐτοῦ συνκληρονομήσῃς.
Be faithful to thy neighbor in his poverty, That thou mayest rejoice in his prosperity: Abide steadfast unto him in the time of his trouble, That thou mayest be heir with him in his heritage.
24
Πρὸ πυρὸς ἀτμὶς καμίνου καὶ καπνὸς, οὕτως πρὸ αἱμάτων λοιδορίαι.
As the vapor and smoke of a furnace goeth before the fire; So reviling before blood.
25
Φίλον σκεπάσαι οὐκ αἰσχυνθήσομαι, καὶ ἀπὸ προσώπου αὐτοῦ οὐ μὴ κρυβῶ,
I will not be ashamed to defend a friend; Neither will I hide myself from him;
26
καὶ εἰ κακά μοι συμβῇ διʼ αὐτόν, πᾶς ὁ ἀκούων φυλάξεται ἀπʼ αὐτοῦ.
And if any evil happen unto me by him, Everyone that heareth it will beware of him.
27
Τίς δώσει μοι ἐπὶ στόμα μου φυλακὴν, καὶ ἐπὶ τῶν χειλέων μου σφραγίδα πανοῦργον, ἵνα μὴ πέσω ἀπʼ αὐτῆς, καὶ ἡ γλῶσσά μου ἀπολέσῃ με;
Who shall set a watch before my mouth, And a seal of wisdom upon my lips, That I fall not suddenly by them, And that my tongue destroy me not?

So funktioniert es

Ein Parallelleser für die Hebräische Bibel und ihre ältesten Textzeugen: den masoretischen Text, den Samaritanischen Pentateuch, die Schriftrollen vom Toten Meer und die Septuaginta, jeweils mit englischer Übersetzung, wo es eine gibt.

Ein Kapitel lesen

Wählen Sie oben Buch und Kapitel, oder geben Sie eine Stelle in Gehe zu ein (Jesaja 53:11, 1. Samuel 3, ebenso englische Abkürzungen: Isa 53:11, 1 Sam 3, ii kgs 2, ben sira 51). Buchnamen können abgekürzt werden; ein Name, den mehrere nummerierte Bücher teilen (sam, kings, chr, macc), öffnet das erste davon, wenn Sie keine Nummer angeben. Die Pfeiltasten wechseln zwischen Kapiteln, und die Adresszeile enthält einen Link auf den angeklickten Vers, sodass Sie eine Stelle speichern oder teilen können.

Jede Zeile ist ein Vers. Die Zeilen folgen der masoretischen Verszählung, sodass die Spalten des Hebräischen, der JPS und des Samaritanus genau übereinstimmen. Die Septuaginta ist an vielen Stellen anders gezählt (Psalmen, Jeremia, Exodus 35–40, Teile der Königebücher, Sprüche, Daniel und Dutzende Kapitelgrenzen). Ihre Verse stehen neben ihren masoretischen Entsprechungen, und eine kleine Markierung wie 50:3 zeigt die eigene Nummer der Septuaginta, wo sie abweicht. Griechische Verse ohne masoretische Entsprechung (etwa das Gebet Asarjas in Daniel 3) erscheinen in Lesereihenfolge als eigene Zeilen mit der Markierung LXX.

Spalten

Die Schaltflächen oben blenden Spalten ein und aus. Ziehen Sie eine Schaltfläche (oder eine Spaltenüberschrift), um umzuordnen; ist eine Schaltfläche ausgewählt, verschieben die Tasten ← → sie. Ihre Auswahl wird gespeichert. Die samaritanischen Spalten erscheinen nur in Genesis–Deuteronomium; die Rollenspalte erscheint überall, wo eine Handschrift erhalten ist, auch bei Ben Sira. Mit † markierte Spalten sind nur für nichtkommerzielle Nutzung lizenziert.

Wörter: Lexikon und Konkordanz

Fahren Sie mit der Maus über ein hebräisches Wort (masoretisch, samaritanisch oder aus den Rollen) oder ein griechisches Wort, um Wörterbuchform, Strong-Nummer, eine kurze Glosse und die Grammatik zu sehen. Ein Klick auf das Wort öffnet rechts die Konkordanz: den vollständigen Lexikoneintrag und danach jedes Vorkommen, nach Büchern geordnet — beim Hebräischen getrennt für den masoretischen Text, den Samaritanischen Pentateuch und die Rollen (mit Angabe der Handschrift). Ein Klick auf eine Stelle führt dorthin; alle Formen des Wortes im Kapitel werden hervorgehoben. Sie können auch oben in Lexikon ein Wort oder eine Strong-Nummer eingeben.

Im masoretischen Text steht ein Ketiv (die geschriebene, unpunktierte Form) grau unmittelbar vor seinem Qere (der gelesenen Form); beide tragen den Wörterbucheintrag des Qere.

Varianten

Der Samaritanische Pentateuch und jede Rolle werden Wort für Wort mit dem masoretischen Text desselben Verses verglichen:

In den Rollen sind Buchstaben in Klammern die Rekonstruktion eines modernen Herausgebers und zählen nie als Varianten; Buchstaben mit einem Punkt darüber sind unsicher; ◦ ist die Spur eines unleserlichen Buchstabens. Handschriften in althebräischer Schrift und Gottesnamen, die Rollen in Quadratschrift althebräisch schreiben, werden in althebräischen Buchstaben gezeigt (umschaltbar unter Anzeige). Mit der Maus über eine Handschrift fahren zeigt ihre Ausgabe. Anzeige → Schriftrollen vom Toten Meer kann die Handschriften ausblenden, die mit dem masoretischen Text übereinstimmen, oder die Ergänzungen entfernen und nur das Erhaltene zeigen.

Der Vergleich ist automatisch. Er ordnet Wörter nach ihrer Schreibung zu, daher können eine Umstellung oder ein längerer umformulierter Abschnitt unvollkommen markiert sein, und die Schreibregel kann ein Suffix nicht von einer Lesemutter unterscheiden. Verstehen Sie die Farben als Findhilfe und prüfen Sie eine kritische Ausgabe, bevor Sie ein Argument auf eine Lesart bauen.

Bücher außerhalb der Hebräischen Bibel

Neben den nur in der Septuaginta enthaltenen Büchern enthält die Bücherliste 1. Henoch und die Jubiläen („Andere antike Bücher“), in der englischen Übersetzung von R. H. Charles mit den Abschriften aus Qumran daneben, und die Psalmen haben ein Kapitel 151. Ihre Rollenabschriften — wie die von Tobit und Ben Sira — haben in den Daten keine Versnummern: Jedes Fragment ist nach seiner veröffentlichten Identifikation platziert, und seine Zeilen sind über diese Verse verteilt, daher sind die genauen Versgrenzen nur ungefähr. Aramäische Abschriften (Tobit 4Q196–199 und der ganze Henoch) sind mit „Aramäisch“ markiert und haben keine Wortsuche.

Rabbinische Zitate

Das kleine ❝ unter einer Versnummer öffnet die Stellen der rabbinischen Literatur, die diesen Vers zitieren — Mischna, Tosefta, beide Talmudim, Midrasch, Targum und Kabbala (und, wenn Sie das Kästchen anhaken, spätere Halacha, Liturgie und Denken) —, live abgerufen von Sefaria; dafür ist eine Internetverbindung nötig. Jede Stelle steht mit dem Datum, das Sefaria für das Werk angibt, und einem Link, um sie dort zu lesen. Die Verweise von Sefaria umfassen neben Zitaten auch Anspielungen und Erörterungen; was Sefaria als Zitat einstuft, ist markiert. Das funktioniert für die Hebräische Bibel, Ben Sira (nach Kahanas Zählung, etwa die Talmudzitate aus Ben Sira), Tobit und die Jubiläen. Für 1. Henoch, den die Rabbinen nicht zitieren, werden stattdessen die Stellen des Sohar über ein „Buch Henoch“ aufgeführt.

Wie die Septuaginta zugeordnet wird

Jeder griechische Vers wird aus drei Dingen platziert: der üblichen Tabelle der Verszuordnungen zwischen Septuaginta und masoretischem Text (lxx.vrs von SIL), der Tabelle der Unterschiede zwischen masoretischer und englischer Zählung und einem Vergleich des Englischen von Brentons Septuaginta mit dem Englischen der JPS, der jede Paarung bestätigt und verschobene Verse findet. Wo kein masoretischer Vers ähnlich genug ist, steht der griechische Vers in einer eigenen Zeile.

Die griechischen Wortdaten

Für Brentons Griechisch gibt es keine frei lizenzierte Wort-für-Wort-Analyse; daher wird jedes griechische Wort der häufigsten Analyse derselben Form in der frei lizenzierten Septuaginta von Swete (Morpheus-Parser) zugeordnet und dann einem Lexikoneintrag. Rund 95 % der Wörter werden erkannt. Analysen mehrdeutiger Formen (z. B. αὐτοῦ, τοῦ) können falsch sein; die Karte zeigt zur Erinnerung „automatische Analyse“.

Über die Texte

Was jede Spalte ist, woher sie stammt und was man beim Lesen beachten sollte.

Masoretischer Text — Codex Leningradensis (Westminster-Ausgabe)

Der masoretische Text ist die Hebräische Bibel, wie sie die Masoreten überliefert haben, gelehrte Schreiber, die etwa vom 7. bis zum 10. Jahrhundert in Tiberias und anderswo wirkten und Vokalzeichen, Akzente und Randnoten (die Masora) um einen Konsonantentext festlegten, der schon im 1.–2. Jahrhundert n. Chr. im Wesentlichen feststand. Der Codex Leningradensis (St. Petersburg, Firkovich I B 19 A), 1008/1009 in der Tradition Ben Aschers geschrieben, ist die älteste vollständige Handschrift der Hebräischen Bibel; der etwas ältere Aleppo-Codex verlor 1947 den größten Teil der Tora. Er ist die Grundlage der kritischen Standardausgaben (BHK, BHS, BHQ).

Der Westminster Leningrad Codex ist seine gemeinfreie digitale Transkription, gepflegt vom J. Alan Groves Center am Westminster Theological Seminary. In dieser Ausgabe steht ein Ketiv als eigenes, unpunktiertes Wort vor dem punktierten Qere.

JPS 1917 — The Holy Scriptures according to the Masoretic Text

Die erste englische Bibelübersetzung, die ein Komitee jüdischer Gelehrter für die Jewish Publication Society of America erarbeitete, unter Max L. Margolis als Chefherausgeber, erschienen 1917. Ihre Sprache folgt bewusst dem Klang der King James und der Revised Version, ihre Wiedergaben aber folgen dem masoretischen Text und der jüdischen Auslegungstradition, und sie behält die hebräische Kapitel- und Verszählung bei. Sie ist gemeinfrei; ihre Nachfolgerin, die New JPS (Tanakh, 1985), ist es nicht. Die hier verwendete elektronische Ausgabe schreibt die Gottesnamen „HaShem“ und „G-d“.

Septuaginta — Brentons griechischer Text und das aktualisierte Englisch nach Brenton

Die Septuaginta ist die jüdische Übersetzung der hebräischen Schriften ins Griechische. Die Tora wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria übersetzt (der Aristeasbrief erzählt die Legende der 72 Übersetzer unter Ptolemaios II.); die übrigen Bücher folgten in den nächsten zwei Jahrhunderten. Da sie aus hebräischen Handschriften entstand, die älter sind als der masoretische Text, bewahrt sie oft einen anderen hebräischen Text: Jeremia ist etwa ein Siebtel kürzer und anders geordnet (ein kurzer hebräischer Text dieser Art ist in Qumran in 4QJerb,d erhalten), Hiob ist etwa ein Sechstel kürzer, und Ester und Daniel haben lange Zusätze. Sie war die Bibel Philons, des Josephus und der Autoren des Neuen Testaments und wurde zum Alten Testament der griechischen Kirche, was jüdische Übersetzer (Aquila, Symmachos, Theodotion) zu enger am Hebräischen orientierten Bearbeitungen veranlasste.

Sir Lancelot C. L. Brenton veröffentlichte 1844 eine englische Übersetzung und 1851 eine griechisch-englische Ausgabe. Sein Griechisch ist im Wesentlichen die Sixtina (römische Ausgabe) von 1587, die dem Codex Vaticanus aus dem 4. Jahrhundert folgt. Sie ist älter und weniger kritisch als die modernen Ausgaben von Rahlfs (1935) und Göttingen, die urheberrechtlich geschützt sind. Die englische Spalte ist der aktualisierte Brenton (Adam Boyd, 2020), Brentons Übersetzung mit modernisierter Schreibung und Formulierung, gemeinfrei gestellt.

Samaritanischer Pentateuch †

Die Tora, wie sie die samaritanische Gemeinde am Berg Garizim (Nablus) bewahrt hat, geschrieben in samaritanischer Schrift, einer Nachfahrin des althebräischen Alphabets. Sie weicht an etwa 6000 Stellen vom masoretischen Text ab, meist in Schreibung oder Grammatik; an etwa 1900 davon stimmt sie mit der Septuaginta überein. Einige Lesarten sind eigentümlich samaritanisch, vor allem das nach den Zehn Geboten eingefügte Gebot, auf dem Garizim einen Altar zu bauen (Ex 20,17; Dtn 5,21), und „Garizim“ statt „Ebal“ in Dtn 27,4. Viele andere — harmonisierende Erweiterungen, die eine Stelle in ihre Parallele übernehmen — teilen „prä-samaritanische“ Handschriften aus Qumran wie 4QpaleoExodm und 4QNumb; das zeigt, dass dieser Texttyp älter ist als das samaritanische Schisma.

Europäische Gelehrte erfuhren 1616 davon, als Pietro della Valle eine Handschrift aus Damaskus mitbrachte; er wurde in den Polyglotten von Paris (1645) und London (1657) gedruckt, von Benjamin Kennicott (1776–80) kollationiert und von August von Gall (1914–18) kritisch herausgegeben. Das Hebräische ist hier der digitale Text von Aleksandr Sigalov, nach Kennicott und mit von Gall abgeglichen; das Englische ist Sigalovs Anpassung der King James an die samaritanischen Lesarten. Zur modernen Forschung siehe Abraham Tals Ausgabe der Handschrift Sichem 6 und Stefan Schorchs kritische editio maior.

Schriftrollen vom Toten Meer und andere Handschriften aus der Judäischen Wüste †

Zwischen 1947 und 1956 wurden in elf Höhlen bei Chirbet Qumran die Reste von etwa 950 Handschriften gefunden. Rund 230 sind biblisch — jedes Buch der Hebräischen Bibel außer Ester ist vertreten, von winzigen Fragmenten bis zur vollständigen Großen Jesajarolle (1QIsaa) — aus der Zeit von etwa 250 v. Chr. bis 68 n. Chr. Sie sind tausend Jahre älter als der Codex Leningradensis. Die meisten stehen dem Vorfahren des masoretischen Textes nahe („protomasoretisch“), andere stimmen mit der Septuaginta überein (4QJerb, stellenweise 4QSama), mit dem samaritanischen Texttyp oder mit keinem von beiden — ein Beleg dafür, dass mehrere Formen des Textes nebeneinander umliefen, bevor sich der masoretische durchsetzte.

Handschriften anderer Fundorte ergänzen das Bild: Masada (vor seinem Fall 73/74 n. Chr.; ausgegraben von Yigael Yadin, 1963–65) und die Zufluchtsorte des Bar-Kochba-Aufstands im Wadi Murabba'at und im Nachal Chever (132–135 n. Chr.), deren biblische Texte bereits nahezu identisch mit dem masoretischen Text sind, sowie Nachal Ze'elim, Wadi Sdeir und Nachal Arugot. Die offizielle Veröffentlichung ist die Reihe Discoveries in the Judaean Desert (Oxford, 1955–2010).

Die Transkriptionen stammen von Martin G. Abegg Jr., James E. Bowley und Edward M. Cook, umgesetzt vom Eep Talstra Centre for Bible and Computer (ETCBC). Jede Handschrift trägt ihr Sigel (z. B. 4QIsad), ihre DJD-Nummer, ihren Fundort sowie Kolumne oder Fragment und Zeile. Neben den biblischen Handschriften erscheinen die Abschriften von Ben Sira, Tobit, 1. Henoch, den Jubiläen und Psalm 151 bei diesen Büchern. Nicht jede Handschrift ist im Datenbestand — vor allem fehlen die griechischen Rollen (etwa die griechische Zwölfprophetenrolle aus dem Nachal Chever), und die Ben-Sira-Rolle aus Masada ist gesondert hinzugefügt (siehe Ben Sira).

Ben Sira (Jesus Sirach)

Die Weisheit des Jeschua ben Elasar ben Sira, um 190–180 v. Chr. in Jerusalem auf Hebräisch verfasst und nach 132 v. Chr. von seinem Enkel in Ägypten ins Griechische übersetzt (sein Prolog erklärt, wie schwer es ist, Hebräisch ins Griechische zu übertragen). Das Buch gehört zur Septuaginta und zum katholischen und orthodoxen Kanon (lateinisch Ecclesiasticus), nicht aber zum jüdischen, obwohl Talmud und Midrasch es zitieren. Sein hebräischer Text war dem Westen bis 1896 verloren, als Solomon Schechter, Agnes Lewis und Margaret Gibson mittelalterliche Abschriften in der Kairoer Geniza identifizierten; danach kamen antike hebräische Abschriften in Qumran und Masada zutage.

Heute sind etwa zwei Drittel des Hebräischen bekannt, aus sechs mittelalterlichen Geniza-Handschriften (A–F, 10.–12. Jh.) und drei antiken: 2QSir (2Q18; Sir 6,14–15, 20–32), das Akrostichon Sir 51,13–20, 30 in der Psalmenrolle 11QPsa (Kolumnen 21–22) und die Masada-Rolle (Mas1h), 1964 von Yigael Yadin in einem Raum der Kasemattenmauer der Festung gefunden und 1965 veröffentlicht: sieben Kolumnen mit Sir 39,27–44,17, Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. abgeschrieben, kaum mehr als ein Jahrhundert nach dem Verfasser. Ihre Übereinstimmung mit der Geniza-Handschrift B zeigte, dass die mittelalterlichen Abschriften vom antiken Hebräisch abstammen und nicht von einer Rückübersetzung aus dem Griechischen oder Syrischen.

Hier erscheint das Buch in Brentons Griechisch und Englisch. Die hebräische Spalte ist Kahanas Ausgabe, wie sie im hebräischen Wikisource transkribiert und von Sefaria verbreitet wird (CC BY-SA): ein fortlaufender Text auf Grundlage der Geniza-Handschriften, in dem Wörter in [Klammern] Kahanas Ergänzungen sind; Kapitel ohne erhaltenes Hebräisch bleiben leer. Kahana zählt die Verse nach der hebräischen Reihenfolge — im Griechischen sind zwei Blöcke der Kapitel 30–36 vertauscht —, daher wurden seine Verse für diese Website nach dem Inhalt Brentons Versen zugeordnet, und seine eigene Nummer erscheint als „Hebr.“, wo sie abweicht. Die Rollenspalte enthält die drei antiken Zeugen; der Masada-Text ist Eric Reymonds Transkription von bensira.org. Ihre Platzierung wurde für diese Website durch Textabgleich vorgenommen; es gibt keinen masoretischen Text zum Vergleich, daher werden keine Varianten markiert.

Psalm 151

Der Psalter der Septuaginta endet mit einem kurzen Psalm „außerhalb der Zählung“, in dem David sich an das Hüten der Schafe seines Vaters, an seine Salbung und an seinen Sieg über Goliat erinnert. Er gehört zur griechischen, syrischen und äthiopischen Bibel, nicht aber zur hebräischen, und galt lange als griechisch verfasst — bis sich zeigte, dass die Psalmenrolle aus Höhle 11 von Qumran (11QPsa, 1965 von James Sanders veröffentlicht) in ihrer 28. Kolumne ein längeres hebräisches Original enthält, in zwei Gedichten (151A über Davids Musik und Salbung, 151B, abgebrochen, über Goliat). Das Griechische ist eine gekürzte Übersetzung davon. Der Psalm erscheint als Kapitel 151 der Psalmen, die Zeilen der Rolle unter den griechischen Versen, denen sie entsprechen.

Tobit

Eine jüdische Novelle der östlichen Diaspora (wahrscheinlich 3.–2. Jh. v. Chr.): Der fromme Verbannte Tobit, in Ninive erblindet, schickt seinen Sohn Tobias nach Medien, um Geld zurückzuholen, geführt vom verkleideten Engel Rafael; unterwegs heiratet Tobias Sara und vertreibt den Dämon Aschmodai. Das Buch steht in der Septuaginta und im katholischen und orthodoxen Kanon. Es ist in zwei griechischen Fassungen erhalten — einer kürzeren (Codex Vaticanus und Alexandrinus, von Brenton gedruckt) und einer längeren (Codex Sinaiticus) —, und die Abschriften aus Qumran, vier aramäische (4Q196–199) und eine hebräische (4Q200), 1995 von Joseph Fitzmyer veröffentlicht, stehen auf der Seite der Langfassung, die heute meist als ursprungsnäher gilt. Ihre Versplatzierung folgt hier Fitzmyers Identifikationen.

1. Henoch

Eine Sammlung von fünf Werken, die Henoch zugeschrieben werden, dem Siebten nach Adam, der „mit Gott wandelte“ (Gen 5,24): das Wächterbuch (Kap. 1–36, 3. Jh. v. Chr.) über die Engel, die zu den Menschentöchtern herabstiegen; die Bilderreden (37–71); das Astronomische Buch (72–82); die Traumvisionen (83–90) mit der „Tierapokalypse“ über die Geschichte Israels; und die Epistel Henochs (91–108). Er wird im Judasbrief (1,14–15) zitiert und ist kanonisch in der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, deren Ge'ez-Fassung der einzige vollständige Text ist; griechisch ist etwa ein Drittel erhalten. Józef Milik veröffentlichte 1976 die aramäischen Fragmente aus Höhle 4 von Qumran: elf Abschriften, die jeden Teil außer den Bilderreden abdecken, die älteste um 200 v. Chr. Das Englische ist R. H. Charles' Übersetzung aus dem Äthiopischen von 1917 (gemeinfrei). Die astronomischen Rollen (4Q208–211) enthalten einen viel längeren Kalender als das Äthiopische; nur ihre wenigen Passagen, die den Kapiteln 76–82 entsprechen, sind platziert.

Jubiläen

Eine Nacherzählung von Genesis und Exodus 1–14, Mose am Sinai von einem „Engel des Angesichts“ offenbart, datiert nach einem Kalender von Jubiläen zu 49 Jahren und einem Sonnenjahr von 364 Tagen (Mitte des 2. Jh. v. Chr.). Wie 1. Henoch ist das Buch nur in der äthiopischen Kirche kanonisch, deren Ge'ez-Fassung der einzige vollständige Text ist; Teile sind lateinisch, syrisch und in griechischen Zitaten erhalten. In Qumran wurden Fragmente von etwa fünfzehn hebräischen Abschriften gefunden, mehr als von den meisten biblischen Büchern; sie sind in DJD 13 (VanderKam und Milik, 1994) und DJD 23 veröffentlicht. Das Englische ist R. H. Charles' Übersetzung von 1917 (gemeinfrei).

Lexikon- und Konkordanzdaten

Die hebräischen Wörter tragen die Analyse des Translators Amalgamated Hebrew OT von STEPBible (Tyndale House, Cambridge): erweiterte Strong-Nummern — James Strongs Zählung von 1890, unterteilt nach dem Lexikon von Brown–Driver–Briggs (1906) — mit Morphologie des ETCBC und einem gekürzten BDB für die Definitionen. Samaritanische Wörter und Wörter der Rollen übernehmen die Analyse des entsprechenden masoretischen Wortes oder, wo sie abweichen, derselben Schreibform an anderer Stelle im masoretischen Text. Die griechischen Wörter werden über die Septuaginta von Swete und den Morpheus-Parser dem griechischen Lexikon von STEPBible zugeordnet, das auf Abbott-Smith (1922) und Liddell–Scott–Jones beruht.

† Nur für nichtkommerzielle Nutzung lizenziert. Vollständige Quellen und Lizenzen: Quellen und Lizenzen.